AKTUELLE RELEASES










CH-CHARTS (11.07.2010)

SINGLES
# 11 All The Lovers

AIRPLAY (CH)
# 10 All The Lovers

AIRPLAY (D-CH)
# 14 All The Lovers

AIRPLAY (F-CH)
# 18 All The Lovers

AIRPLAY (I-CH)
# 10 All The Lovers

iTUNES SINGLES
# 10 All The Lovers
# 88 All The Lovers

iTUNES VIDEOS
# 5 All The Lovers

iTUNES ALBUM
# 6 Aphrodite (SE)
# 14 Aphrodite


HOT-LINKS









 

design by illugraphic
powered by EMI Schweiz
 

The Story of Kylie Minogue

Seit dem Beginn ihrer Karriere in den späten 80er Jahren avancierte Kylie Minogue vom singenden Soap-Star zur international gefeierten Pop-Ikone. Mit Hits wie «I Should Be So Lucky», «The Loco-Motion» und «Can’t Get You Out of My Head» schaffte sie weltweit den Sprung auf die vordersten Plätze der Hitparaden. In Grossbritannien ist sie mit 32 Top 10-Singles nach Madonna die erfolgreichste Sängerin in der Geschichte der Charts. Weltweit verkaufte sie bislang über 60 Millionen Tonträger.

Kindheit
Kylie Minogue wurde am 28. Mai 1968 als das älteste dreier Kinder im Melbourner «Star of Bethlehem»-Krankenhaus geboren. Ihr Vater Ron, ein Australier in fünfter Generation, war als Buchhalter tätig. Kylies Mutter Carol, die aus Wales eingewandert war, arbeitete bis zur Geburt ihrer Kinder als Balletttänzerin.
Kylies Bruder Brendan (1970) ist heute Kameramann im australischen Fernsehen. Ihre jüngere Schwester Danielle (1971), genannt Dannii, ist ebenfalls Sängerin und Schauspielerin.

Anfänge
Sowohl Kylie als auch Dannii traten bereits als Kinder in australischen Fernsehsendungen auf. Kylie spielte 1980 im Alter von 11 Jahren in der Fernsehserie «The Sullivans» ihre erste Rolle. Später folgten Serien wie «Skyways» oder «The Henderson Kids». Mit der Rolle der Charlene Mitchell in der TV-Soap «Nachbarn» an der Seite von Jason Donovan, mit dem sie zu diesem Zeitpunkt auch privat liiert war, gelang ihr 1986 der grosse Durchbruch – bis dahin war Dannii die bekanntere der Minogue-Schwestern. Kylies Popularität in Australien wuchs durch die Serie enorm an, aber auch «Nachbarn» selbst profitierte von der positiven Ausstrahlung der neuen Darstellerin. Denn erst mit der Storyline über die romantische Liebesbeziehung zwischen Charlene und Scott, dem von Jason Donovan verkörperten Charakter, erzielte die schon mal abgesetzte Seifenoper höhere Einschaltquoten und wurde ab 1987 dann auch in Grossbritannien ausgestrahlt. Kylie selbst erhielt für ihre Darstellung in den Jahren 1987 bis 1989 insgesamt sechs Logie Awards – dem jährlich vergebenen Preis des australischen Fernsehens – darunter 1988 den Gold Logie als beliebteste Person im australischen Fernsehen. Bereits 1987 sang Kylie im Rahmen eines Fussballbenefizspiels, bei dem sie zusammen mit anderen Darstellern von Neighbours auftrat, den Little-Eva-Hit «The Loco-Motion». Daraufhin erhielt sie vom australischen Plattenlabel Mushroom einen Plattenvertrag. Ihre Coverversion wurde als «Locomotion» im selben Jahr veröffentlicht und schaffte den Sprung auf Platz 1 der australischen Charts. Der Song verblieb dort sieben Wochen und verkaufte sich so gut, dass er nicht nur zur erfolgreichsten Single des Jahres, sondern zur erfolgreichsten des gesamten Jahrzehnts wurde.

Internationaler Durchbruch
Aufgrund des grossen Erfolgs den Kylie in Australien hatte, wurde die damals 19-jährige vom englischen Produzententeam Stock Aitken Waterman (kurz SAW) und deren hauseigener Plattenfirma PWL (Pete Waterman Ltd.) unter Vertrag genommen. Ihre erste internationale Singleveröffentlichung «I Should Be So Lucky» wurde 1988 ebenso ein weltweiter Hit wie das von SAW noch mal neu abgemischte «The Loco-Motion». Das erfolgreiche Produzententrio, das fliessbandartig Hits produzierte und sich folgerichtig als «Hit Factory» bezeichnete, verhalf Kylie dann im selben Jahr mit «Got To Be Certain» und «Je Ne Sais Pas Pourquoi (I Still Love You)» zu weiteren Charthits. Auch ihr erstes Album, einfach «Kylie» betitelt, war sehr erfolgreich und verkaufte sich weltweit über 7 Millionen mal – in Grossbritannien war es das meistverkaufte Album des Jahres 1988.
Besonders erfolgreich war Kylie in den späten 80er Jahren auch in Japan. Dort spielte sie mit ihrer «Disco In Dreams»-Tour in den grössten Arenen des Landes. Ihre nur auf dem japanischen Markt erschienene Single «Turn It Into Love» (1989) hielt sich ganze zehn Wochen auf Platz 1 der Hitparade. In den USA wurde hingegen «The Loco-Motion» zu ihrem grössten Erfolg und schaffte es bis auf Platz 3 der Billboard-Charts. Sogar in der DDR erschien bei Amiga eine EP mit vier ihrer grössten Hits. Kylie genoss die Sympathie der zumeist jugendlichen Plattenkäufer und konnte einen Charterfolg nach dem anderen verbuchen. Ihre Veröffentlichungen verkauften sich hervorragend, sodass sie zum erfolgreichsten Musikact wurde, den Stock Aitken Waterman je produzierten. Um sich ganz ihrer Musikkarriere zu widmen, verliess Kylie im Juli 1988 «Nachbarn». Allerdings nahm sie kurz darauf mit ihrem ehemaligen Serienkollegen Jason Donovan, der nun ebenfalls eine Popkarriere anstrebte, das Duett »Especially For You» auf. Mit dieser weltweit erfolgreichen Single erreichte die Kylie-Euphorie dann zum Jahreswechsel 1988/89 ihren vorläufigen Höhepunkt. Das Interesse an Kylies Veröffentlichungen liess in Europa, den USA und auch in ihrer australischen Heimat im Verlauf des Jahres 1989 dann langsam nach. So wurde zwar «Hand On Your Heart», die erste Single aus ihrem zweiten Album «Enjoy Yourself» (1989), noch ein grosser Hit, aber schon «Wouldn’t Change A Thing» und «Never Too Late» schafften nur noch in Grossbritannien den Sprung auf die vordersten Ränge der Charts. Mit «Enjoy Yourself» konnte die Sängerin dann auch nicht mehr an den Erfolg ihres Debüts anknüpfen – das Album verkaufte sich aber dennoch weltweit immerhin 4 Millionen mal. Ihr Debüt als Filmschauspielerin gab Kylie 1989 in «The Delinquents» – ein Box-Office-Erfolg in Australien und Grossbritannien. Der Film wurde mit dem Song «Tears On My Pillow», der es im Januar 1990 auf Platz 1 der britischen Singlecharts schaffte, beworben. Bei dem Lied handelt es sich um eine Coverversion von Little Anthony & The Imperials aus dem Jahre 1958.

Imagewechsel
Mit der Veröffentlichung von «Better The Devil You Know» (1990), der ersten Single aus ihrem dritten Album «Rhythm Of Love» (1990), versuchte Kylie ihr «Mädchen-von-Nebenan»-Image abzustreifen. So gab sie sich von nun an erwachsener und zeigte sich in Videos, auf Fotos und bei Konzerten auch von ihrer erotischen Seite. Kylie übernahm aber nicht nur komplett die Kontrolle über ihr Image, sondern bestand fortan auch darauf, eigene Stücke schreiben zu dürfen. Sie verschreckte aber mit ihren immer freizügiger werdenden Auftritten und der Abkehr vom Bubblegum-Pop zunehmend ihre Fans im Teenie-Alter. Ihre Liaison mit Michael Hutchence, dem Sänger der australischen Rockband INXS, tat ein übriges, um von der englischen Klatschpresse den Stempel «Sex Kylie» aufgedrückt zu bekommen. Allerdings wurde die schwule Club-Kultur durch Singles wie «Better The Devil You Know», «Step Back In Time», «What Do I Have To Do» und «Shocked», die Reminiszenzen an Hi-NRG enthielten, auf Kylie aufmerksam und entdeckte die Sängerin als Ikone für sich. Zudem wurden Kylies Songs und deren Remixe – dank eines zeitgemässen Sounds, der nur noch vage an typische SAW-Produktionen erinnerte – erstmals auch in angesagten britischen Clubs gespielt – «Dance Kylie» war geboren. Unter dem Pseudonym Angel K avancierte dann vor allem «Do You Dare» im Dezember 1991 zu einem grossen Clubhit. Obwohl die Verkäufe ihrer Veröffentlichungen seit Anfang der 1990er Jahre stark zurückgingen, war Kylie 1991 mit «Shocked» die erste Plattenkünstlerin überhaupt, deren erste 13 Singles sich in den britischen Top 10 platzieren konnten. Diese Serie von Chart-Erfolgen wurde dann im selben Jahr mit «Word Is Out» unterbrochen, der ersten Single aus «Let's Get To It». Allerdings gelang Kylie mit ihrem vierten Studioalbum vor allem in musikalischer Hinsicht das bis dahin vielschichtigste Werk, und die Sängerin erhielt zum ersten Mal von britischen Musikzeitschriften wie dem NME und dem Melody Maker gute Kritiken. Von den Plattenkäufern wurde das allerdings kaum honoriert, und so floppte das Album trotz der beiden Top 10-Singles «If You Were With Me Now» (im Duett mit dem US-Amerikaner Keith Washington) und «Give Me Just A Little More Time» sogar in Grossbritannien. Auch in Australien, wo zumindest «Word Is Out» ein mässiger Hit wurde, konnte das Album nur wenige Käufer ansprechen. Ausserhalb dieser beiden ihrer wichtigsten Märkte verkaufte Kylie zu jener Zeit kaum noch Platten. Lediglich in Israel landeten alle ihre Singleveröffentlichungen, darunter auch «Finer Feelings» (1992), weiterhin in den Top 10. 1992 beendete Kylie ihre Zusammenarbeit mit der «Hit Factory». Die letzte Veröffentlichung bei PWL war eine «Greatest Hits»-Sammlung mit drei neuen Titeln, die es bis auf Platz 1 der britischen Albumcharts schaffte. Die Singleauskopplungen «What Kind Of Fool (Heard All That Before)» und «Celebration», eine Coverversion des Kool & The Gang-Klassikers, waren allerdings keine grossen Hits.

Kreative Jahre
Nach der Trennung von ihrer alten Plattenfirma unterschrieb Kylie beim Independent-Dance-Label deConstruction und veröffentlichte 1994 die Single «Confide In Me», die ein grosser Erfolg in Australien und Grossbritannien wurde. Es folgte ihr selbstbetiteltes Album, zu dem auch die Pet Shop Boys und M People Songs beisteuerten. Es zahlte sich kommerziell allerdings nur wenig aus, auch wenn sich Kylie in Musikerkreisen damit einen gewissen Respekt erarbeitete. Zwei weitere Singleveröffentlichungen aus «Kylie Minogue» folgten, aber weder «Put Yourself In My Place» (1994) noch «Where Is The Feeling?» (1995) konnten sich hoch in den Charts platzieren. Nebenbei spielte Kylie Minogue unter wenig Kritikerlob und mit mässigem Erfolg in zwei Hollywoodfilmen. So war sie neben Jean Claude van Damme in dem 40 Millionen US-Dollar teuren Actionfilm «Streetfighter – Die entscheidende Schlacht» (1994) sowie in dem kaum beachteten «Bud & Doyle – Total Bio» (1995) an der Seite von Pauly Shore zu sehen.

Wendepunkt
Laut eigener Aussage trat ein Wendepunkt in ihrer Karriere ein, als sie mit Nick Cave das Duett «Where The Wild Roses Grow» (1995) aufnahm. Durch diese ungewöhnliche Zusammenarbeit wurde Kylie nun auch für Musikkritiker und -hörer annehmbar, die sie zuvor stets belächelt hatten. Der Song selbst erhielt vor allem in Australien zahlreiche Preise und wurde in vielen anderen Ländern Kylies grösster Erfolg in den 90er Jahren überhaupt. Einen grossen Einfluss auf ihr künstlerisches Schaffen hatte auch der französische Fotograf und Musikvideoregisseur Stéphane Sednaoui, mit dem die Sängerin Mitte der neunziger Jahre liiert war. Sednaoui prägte zu diesem Zeitpunkt ihr Image mit unglamourösen Fotos und unterwarf es visuell einer kompletten Änderung. Für ihr zweites deConstuction-Album «Impossible Princess», nun von der Presse mit dem Etikett «Indie Kylie» versehen, schrieb sie selbst die Texte und arbeitete u.a. mit den Manic Street Preachers zusammen, was eine künstlerische Weiterentwicklung erkennbar machte. Auf dem europäischen Markt wurde der Titel des Albums allerdings in «Kylie Minogue» geändert, da er angesichts des Todes von Prinzessin Diana unpassend schien – ein Marketing-Fehler, da bereits ihr vorheriges Album den gleichen Namen trug. Zudem wurde die Veröffentlichung von September 1997 auf März 1998 verschoben. Nachdem in Europa bereits die Singles «Some Kind Of Bliss», «Did It Again» und «Breathe» recht erfolglos veröffentlicht wurden, floppte dann auch das Album. In Australien hingegen avancierte «Impossible Princess» zu Kylies erfolgreichster Veröffentlichung seit ihrem Debüt. Auch ihre «Intimate & Live»-Tour wurde Down Under ein von positiven Kritiken bedachter Kassenschlager, sodass sogar ein gleichnamiges Live-Album und mit «Cowboy Style» eine weitere Single auf den Markt kamen. Ihr europäisches Label deConstruction kündigte allerdings wegen relativer Erfolglosigkeit von «Impossible Princess» den Plattenvertrag mit Kylie. Dennoch zeigte sich die Sängerin gegen Ende der 90er Jahre künstlerisch äusserst experimentierfreudig. Dies stellte sie mit überraschenden musikalischen Zusammenarbeiten unter Beweis. So nahm sie 1997 mit dem japanischen Soundkünstler Towa Tei den Dancetrack «GBI (German Bold Italic)» auf, der einen absoluten Kultstatus im Underground erreichte. Zusammen mit den Pet Shop Boys spielte sie das Stück «In Denial» ein und sang das Duett «The Reflex» mit dem australischen Sänger Ben Lee für ein Duran-Duran-Tributalbum. Kylie hatte 1999 zudem kleinere Rollen in den beiden australischen Filmproduktionen «Sample People» und «Cut». Sie spielte auch auf Barbados die Rolle der Miranda in dem Shakespeare-Stück «Der Sturm» und war damit erstmalig auf der Theaterbühne zu erleben. Dennoch erreichte Kylie durch ihren Auftritt als Unterwäschemodel für die schwedische Modekette H&M in einer europaweiten Werbekampagne 1998 mehr Aufmerksamkeit als mit ihrer Musik oder ihren anderen Projekten. Dies inspirierte sie dann auch zur Kreation ihres eigenen «Love Kylie»-Unterwäsche-Labels, das 2001 mit einer ersten Kollektion seine Markteinführung hatte.

Comeback
In Europa seit 1999 bei Parlophone/EMI unter Vertrag, gelang Kylie mit dem Album «Light Years» im Jahr 2000 ein kommerzielles Comeback. Die erste Singleauskopplung daraus, «Spinning Around», stieg nicht nur in Australien von 0 auf Platz 1 der Charts ein, sondern auch in Grossbritannien, wo die Sängerin nach zehn Jahren erstmals wieder die Spitze der Charts erreichte. Damit ist sie neben Madonna nun die einzige Künstlerin, die Nr. 1-Hits in den 1980ern, 1990ern und 2000ern vorweisen kann. Für das Image zu «Light Years» stilisierte sich Kylie mehr denn je als Sexsymbol, sie bediente sich aber auch sehr stark einer Camp-Ästhetik, wodurch sie vor allem in der Schwulen-Subkultur enorm an Popularität gewann. Weltweite Aufmerksamkeit und ein breites Publikum erreichte die Sängerin zudem mit ihrem Auftritt bei der Abschlussfeier der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney. Dort sang sie nicht nur ihren australischen Nr. 1–Hit «On A Night Like This» sondern auch den ABBA-Klassiker «Dancing Queen». Weitere erfolgreiche Singles aus dem «Light Years»-Album, das an die unbeschwerten Popsongs ihrer Anfangsjahre erinnerte, waren das Robbie-Williams-Duett «Kids» und «Please Stay». In der Schweiz, Deutschland und Österreich wurde anstelle von «Please Stay» Anfang 2001 allerdings «Your Disco Needs You» als Single ausgekoppelt. Erstmalig war Kylie Minogue dann im Frühjahr 2001 mit ihrer «On A Night Like This»-Tour auf drei Konzerten live in Deutschland zu erleben. Zeitgleich mit ihrer erfolgreichen Rückkehr auf die oberen Ränge der Musikcharts konnte Kylie auch wieder auf der Kinoleinwand punkten. So hatte sie 2001 als Green Fairy einen Cameo-Auftritt in Baz Luhrmanns erfolgreichem Musicalfilm «Moulin Rouge!». Diese Rolle brachte ihr eine Nominierung bei den MTV Movie Awards 2001 als Best Cameo Performance ein. Im gleichen Jahr gelang Kylie mit der Hitsingle «Can’t Get You Out Of My Head» aus ihrem achten Studioalbum «Fever» ein ganz grosses internationales Comeback. Die von Cathy Dennis geschriebene Nummer schaffte in allen europäischen Ländern, mit Ausnahme von Finnland, den Sprung auf Platz 1 der Charts und auch in den USA verbuchte Kylie damit Anfang 2002 wieder einen Top-10-Erfolg. Aber nicht nur die erste Singleauskopplung, auch «Fever» selbst wurde mit weltweit fast 7 Millionen verkauften Einheiten zu einem fulminanten Erfolg für die Sängerin. Allein in den USA verkaufte sich das Album über eine Million mal und schaffte es bis auf Platz 3 der US-Albumcharts. 2002 erhielt Kylie sowohl als beste internationale Sängerin als auch für das beste internationale Album einen Brit Award. Mit «In Your Eyes» und «Love At First Sight» folgten 2002 weitere international erfolgreiche Singleauskopplungen. Im April 2002 startete die Sängerin ihre «Fever»-Tour, die sie auch in die Schweiz führte. Im Herbst 2002 wurde mit «Come Into My World», von dem vor allem das Video unter der Regie von Michel Gondry und der Remix von Fischerspooner erwähnenswert sind, die letzte Single aus «Fever» veröffentlicht. Während der «Fever»-Ära inszenierte sich die Sängerin in Musikvideos, auf Fotos und Plattencovern sowie bei Live-Auftritten als futuristisch anmutendes Pin-Up-Girl. 2003 veröffentlichte Kylie mit «Slow» eine Single, die sich stark vom Dance-Pop der erfolgreichen Auskopplungen aus «Fever» unterschied. Die avantgardistische, zusammen mit Emiliana Torrini geschriebene Nummer eroberte dennoch in zahlreichen Ländern die Spitze der Charts und wurde von der Kritik äusserst positiv aufgenommen. Es folgte das Album «Body Language», mit dem sich die Sängerin als gereifte Künstlerin etablieren wollte. So liess sie sich für die dazugehörige visuelle Umsetzung von der französischen Filmikone Brigitte Bardot inspirieren und unternahm den Versuch, sich von ihrem Seximage zu lösen, indem sie sich von der zunehmenden «Pornografisierung der Popkultur» distanzierte. Zur Veröffentlichung des Albums gab die Sängerin ein einmaliges Konzert im Londoner Hammersmith Apollo. Von zahlreichen Fans wurde «Body Language» aufgrund seiner R'n'B- und Hip-Hop-Elemente allerdings nicht sehr positiv aufgenommen. Insgesamt honorierten die Plattenkäufer Kylies musikalische und visuelle Veränderungen nicht, sodass «Body Language» an den kommerziellen Erfolg von «Fever» nicht anknüpfen konnte. Auch der letzte Schritt zu dauerhaftem Erfolg in den USA blieb ihr trotz – oder gerade wegen – der US-radiotauglichen Produktion von «Body Language» grossenteils verwehrt. Das Album und die sonst weltweit erfolgreiche Single «Red Blooded Woman» (2004) floppten dort. Dennoch konnte sich Kylie Minogue vor allem in der US-amerikanischen Clubszene als feste Grösse etablieren und wurde in den Jahren 2003 bis 2005 in der Kategorie Best Dance Recording mit «Love At First Sight», «Come Into My World» und «Slow» für den Grammy nominiert. Für den Titel «Come Into My World» erhielt sie 2004 den begehrten Preis.

Retrospektive
Nach dem eher mässigen Erfolg von «Body Language» legte Kylie im Herbst 2004 mit «Ultimate Kylie» ihr zweites, offizielles «Greatest-Hits»-Album nach. Die 2 CDs umfassende Rückschau auf ihr bisheriges musikalisches Schaffen wurde zusammen mit den zwei neuen Songs «I Believe In You» und «Giving You Up» veröffentlicht. Vor allem «I Believe In You», das die Sängerin mit den Scissor Sisters aufnahm, entwickelte sich zu einem Hit, der Kylies Erfolgsserie in den internationalen Charts weiterführte und ihr im vierten Jahr in Folge eine Grammy-Nominierung in der Kategorie Best Dance Recording einbrachte. Eine Retrospektive ganz anderer Art bot die Ausstellung «Kylie: An Exhibiton». Die Wanderausstellung tourte 2005 durch Australien und zeigte Kostüme und Outfits, die Kylie in ihrer fast zwanzigjährigen Karriere zu einer Stil-Ikone werden liessen. Allein im Arts Centre Melbourne wurden von Januar bis April 2005 fast 300.000 Besucher gezählt.
Mit «Showgirl – The Greatest Hits Tour» ging Kylie im Frühjahr 2005 auf Welttournee und gab auch ein ausverkauftes Konzert in Basel. Geplant als ihre bislang grösste Tour, musste Kylie nach Beendigung der europäischen Termine den australischen Teil der Tour im Mai 2005 überraschend absagen, da bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wurde. Nach dem Bekanntwerden der Krankheit und dem dadurch weltweit ausgelösten Medienecho stieg die Zahl der Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen in Kylies Heimatland Australien enorm an. Mediziner sprachen deshalb von einem «Kylie-Effekt», durch den sich 40 Prozent mehr Frauen zu einer Mammographie anmeldeten als sonst üblich. Kylie selbst wurde am 20. Mai 2005 in einer Melbourner Klinik erfolgreich operiert und unterzog sich anschliessend in Paris, der Heimat ihres damaligen Lebensgefährten Olivier Martinez, einer sechsmonatigen Chemotherapie. Auf DVD wurde indes ein Live-Mitschnitt der «Showgirl»-Tour veröffentlicht, der im Mai 2005 in der Earls Court Arena in London aufgenommen wurde. Zu Weihnachten 2005 erschien zudem mit «Over The Rainbow» Kylies erste Veröffentlichung, die nur als digitaler Download erhältlich war. Bei dem Stück handelt es sich um eine Live-Version dieses durch Judy Garland bekannt gewordenen Evergreens aus dem Film «The Wizard of Oz», den Kylie auf ihrer Showgirl-Tour interpretierte.

Neuanfang
Von ihrer Krebserkrankung vorerst geheilt veröffentlichte Kylie im September 2006 ihr erstes Kinderbuch mit dem Titel «The Showgirl Princess» und brachte kurz darauf mit «Darling» ihr erstes Parfüm auf den Markt. Die wegen Kylies Krebserkrankung ausgefallene Konzerttour durch Australien wurde unter dem Titel «Showgirl Homecoming Tour» im November und Dezember 2006 nachgeholt, wobei das Konzept der Show völlig überarbeitet wurde. Neben den grössten Hits der Sängerin und zahlreichen Reminiszenzen an andere Künstler, war mit «White Diamond» auch ein bislang unveröffentlichter Titel zu hören. Nach den Konzerten in ihrem Heimatland Australien absolvierte die Sängerin am Silvesterabend sowie an sechs weiteren Terminen im Januar 2007 Auftritte in der Londoner Wembley Arena. Die Konzertkarten dafür waren binnen kürzester Zeit ausverkauft. Ihren Abschluss fand die «Showgirl Homecoming Tour» nach weiteren sechs ausverkauften Konzerten in Manchester. Anfang 2007 erschien die Doppel-CD «Showgirl Homecoming Live». Im Mai 2007 war Kylie zum zweiten Mal für H&M als Werbefigur im Einsatz und präsentierte unter dem Titel «H&M loves Kylie» eine Bademodekollektion, die ihr die schwedische Modekette gewidmet hat. Beim Design fungierte Kylie als Muse, denn die Bademode ist von dem ganz persönlichen Modestil der Sängerin inspiriert. Zehn Prozent der Einnahmen aus dem Verkauf der Kollektion kamen der Organisation WaterAid zugute, die dabei hilft, Menschen in von Armut betroffenen Regionen Afrikas und Asiens mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Im August brachte Kylie mit «Sweet Darling» den zweiten Duft ihrer Parfümreihe auf den Markt. Für ihre Karriere wurde die Sängerin im Oktober 2007 als erste Frau überhaupt mit dem Music Industry Trust Award geehrt. In der Begründung für die Auszeichnung hiess es, dass Kylie eine der grössten Entertainerinnen aller Zeiten und eine Ikone des Pop und Stils ist, die Millionen mit ihrer Anmut, Würde und Menschlichkeit begeistert.

«Baby, i'm your Boombox»
Im November 2007 veröffentlichte Kylie Minogue ihr zehntes Studioalbum «X». Als Vorabsingle erschien der Song «2 Hearts», der von der englischen Underground-Elektroformation Kish Mauve komponiert und produziert wurde. Musikalisch gespickt mit Glam-Rock-Einflüssen platzierte sich «2 Hearts» in wenigen Ländern auf den vorderen Rängen der Charts. In Australien zumindest gelang der Sängerin mit der ersten Auskopplung aus ihrem zehnten Studioalbum auch ihr zehnter Nr.1-Hit. In Europa war die zweite Singleauskopplung «In My Arms» (2008) hingegen weitaus erfolgreicher und avancierte in den deutschen Singlecharts zu Kylies grösstem Erfolg seit «Can't Get You Out Of My Head». Im Mai und Juni 2008 präsentierte Kylie «X» im Rahmen der ausgedehenten Europatournee «KYLIEX2008». Weitere Singles aus dem Album wurden «Wow», «All I See» und «The One». 2009 veröffentlichte Kylie Minogue ein Remix-Album mit dem Titel «Boombox». Diese beinhaltet Remixes von Kylie's Singles aus ihren vier Alben bei Parlophone/EMI sowie einen Remix des bisher unveröffentlichten Songs «Boombox».

(Quelle: Wickipedia.de)